Dampfbremse unter Holzfußboden

Steht eine Sanierung der Außenwände oder des Daches an, kommt man um eine Dampfbremse oder Dampfsperre zur ordentlichen Abdichtung der Außenhülle gegen Witterungseinflüsse nicht herum. Aber auch im Innenbereich sind Dampfbremsen, beispielsweise unter Holzfußböden, notwendig.

Was der Unterschied zwischen einer Dampfsperre und einer Dampfbremse ist, warum eine Dampfbremse bei Parkett so wichtig ist und was die PE-Folie mit all dem zu tun hat – das erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Dampfsperre oder Dampfbremse – wo ist der Unterschied?

Die Begriffe Dampfsperre und Dampfbremse werden häufig synonym eingesetzt. Allerdings unterscheiden sich die beiden Varianten voneinander, und zwar hinsichtlich ihres Wirkungsgrades und der Wirkungsweise. Die Dampfbremse ist sowohl nach innen als auch nach außen wasserdurchlässig. Daher gibt eine Dampfbremse überschüssige Feuchtigkeit nach innen ab, wenn draußen eine höhere Luftfeuchte als innen besteht, und andersherum nach außen ab, wenn innen eine höhere Luftfeuchtigkeit als außen besteht.

Die Dampfsperre hingegen ist nur nach einer Seite diffussionsoffen. Sie gibt Feuchtigkeit lediglich nach außen ab. Der Nachteil ist, dass sobald Feuchtigkeit durch einen kleinen Spalt oder ein Loch eindringt, diese sich in der Dämmung sammelt und zu großen Schäden führen kann. In heutiger Zeit arbeitet man sowohl bei der Dach- und Außenwanddämmung als auch bei den Unterlagen für Fußböden mit Dampfbremsen. Dampfsperren werden nur in Feuchträumen wie einer Sauna oder einem Schwimmbad empfohlen. Im normalen Bad oder der Küche ist auch eine Dampfbremse vollkommen ausreichend.

Warum ist eine Dampfbremse bei Parkett wichtig?

Nicht nur im Bad oder in der Küche, auch in allen anderen Räumen einer Wohnung oder eines Hauses bildet sich Feuchtigkeit. Allein wir Menschen sorgen mit unserem Atem, durch das Schwitzen, das Wohnen in den Räumen für eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Die bis zu 15 Liter Wasserdampf, die wir erzeugen, drängen immer von der warmen Seite nach außen.

Dass eine Dampfbremse im Dachausbau zum Einsatz kommen sollte, wissen viele Hobby-Handwerker und Häuslebauer. Die vorhandene Feuchtigkeit, drängt von der warmen Seite nach außen, sodass im Laufe der Jahre das Dämmmaterial durchfeuchtet wird und die Dämmwirkung abnimmt. Aber auch ein Holzboden muss im Alltag einiges verkraften.

Die Oberfläche ist bei einem Holzparkett oder bei Massivholzdielen schon durch verschiedene Behandlungen wie das Ölen geschützt. Die Unterseite des Parketts ist der Feuchtigkeit schutzlos ausgeliefert und benötigt somit zusätzliche Aufmerksamkeit. Beachten Sie, dass Bodenbeläge aus Holz an der Unterseite feuchtigkeitempfindlich sind und schützen Sie Ihren Holzboden deshalb stets mit einer Dampfbremse. 

Ohne Dampfbremse droht Gefahr durch Feuchtigkeit: Schimmel kann entstehen, das Holz kann aufquellen oder sich verziehen. Eine Dampfbremse, zum Beispiel in Form einer PE-Folie, schützt das Parkett, sodass Sie noch lange Freude an Ihrem natürlichen Holzboden haben werden. 

Polyethylenfolie als Dampfbremse unter Holzfußboden

Die Eigenschaften der Kunststofffolie als Dampfbremse

Zunächst einmal sei gesagt, dass Polyethylen zu den Kunststoffen gehört, die weltweit am häufigsten Anwendung finden. Auch bei der dünnen Kunststofffolie, welche als Dampfbremse zum Einsatz kommt, wird auf das Material Polyethylen gesetzt. Die Kunststofffolien sind sehr dünn (0,1 bis 0,3 Millimeter) und werden meist als Rollware verkauft, wobei Sie als Kunde hiervon auch die für Ihr Projekt benötigten laufenden Meter beziehen können. 

PE-Folie ist dabei ausschließlich als Dampfbremse zu nutzen – nicht als Dampfsperre –, da die Kunststofffolie nicht vollständig feuchtigkeitsundurchlässig ist. Dieses Phänomen nennt man auch diffusionhemmend.

Kleine Randinformation: Die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit können Sie ganz einfach anhand des sd-Wertes beurteilen. Als Faustfomel lässt sich festhalten, dass Dampfbremsen mit hohem sd-Wert eine geringe Durchlässigkeit, Dampfbremsen mit geringem sd-Wert eine hohe Durchlässigkeit haben. Ab einem Wert von über 1500 m spricht man dann von einer Dampfsperre. PE-Folie als Dampfbremse unter Holzböden sollte einen sd-Wert über 100 haben.

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Wann sollten Sie eine PE-Folie als Dampfbremse unter Parkett verwenden?

Wir von parkett naturnah empfehlen grundsätzlich die schwimmende Verlegung von Parkett. Hierbei wird der Bodenbelag nicht mit dem Untergrund verklebt, sondern beispielsweise mit einem Klick-System montiert. Bei der schwimmenden Verlegung ist grundsätzlich auf eine Dampfbremse zurückzugreifen. Aber auch andere feuchtigkeitsempfindliche Bodenbeläge wie Laminat oder Kork-Parkett benötigen eine Dampfbremsfolie, um die Holzbestandteile vor Feuchtigkeit zu schützen. Legen Sie zudem stets eine Dampfbremse, wenn auf mineralischem Unzergrund verlegt wird, hierzu gehört beispielsweise Beton. 

PE-Folie und der Umweltgedanke: Passt das zusammen?

Nun kommen Sie vielleicht auf den Gedanken, gerade beim Verlegen eines naturnahen Parketts oder Holzbodens aus Gründen des Umweltschutzes oder des biologischen Bauens auf die PE-Folie Dampfbremse zu verzichten. Der Gedanke ist berechtigt, doch in diesem Fall würde diese Entscheidung zu Lasten des Holzbodens gehen. Eine häufig eingesetzte Alternative wie Wellpappe oder Kork hat zwar hervorragende Dämmeigenschaften, aber ist nicht als Feuchtigkeitsschutz geeignet. Kombinieren Sie beides, dürfen Sie sich auf viele Jahre mit einem gesunden und raumklimaverbessernden Holzboden mit Wohlfühlgefühl freuen.

Kontaktieren Sie das Team von parkett-naturnah

Unsere Dampfbremse in Form einer PE-Folie ist keine Dampfsperre. Sie lässt genau so viel Feuchtigkeit hindurch, damit ihr Holzboden nicht geschädigt wird. Fragen Sie uns, wenn Sie noch unsicher sind. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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